Oberschule Bad Gandersheim

  • HeaderZeitungsartikelAbschluss2017
  • DeckelfürPolioHeader
  • PaläonHeader
  • HeaderEislaufen20172
  • Streitschlichter2016Header
  • SmileyHeader
  • HeaderSylt
  • HeaderEngland
  • Headereinschulung2016
  • SpendenlaufHeader

  • Schattenspringer3Header
  • HeaderSchulwald
  • BannerSchulwald
  • Mottowoche
  • Abschluss2015
  • Einschulung
  • Abschlussfeier
  • Brunshausen2015
  • HeaderSmiley
  • SchlittschuhHeader
  • Brunshausen20152
  • Ein besonderer Jahrgang!
  • Deckel gegen Polio
  • Besuch im Paläon
  • Oberschüler on Ice, 2017
  • Streitschlichterausbildung 2016
  • Medienkompetenz jetzt! Smiley e.V. zu Gast an der Oberschule
  • • Klassenfahrt der 8. Klassen nach Sylt • Grundsätze Abschlussprüfung 2017 aktualisiert („Elterninformation“)
  • • Abschlussfahrt, Jahrgang 10
  • • Einschulung 2016 – Herzlich willkommen!
  • Sportlichkeit beim Spendenlauf bewiesen!
  • Schattenspringer
  • Willkommen im grünen Klassenzimmer!
  • Unser Schulwald
  • Mottowoche
  • Abschluss 2015
  • Einschulung 2015
  • Abschluss 2015
  • Gedenkstätte Brunshausen
  • „Smiley – Medienprävention“
  • Spaß auf dem Eis
  • Gedenkstätte Brunshausen

 

 

Neue Elterninformation online zur Schülerbeförderung im LK Northeim

 

 Iservelogo  Vertretungsplan online

                                

 

Zwei Jahre erst ist Suyama Hakimi in Deutschland. Geflohen aus Afghanistan und zunächst mit ihrem Vater allein hier in Sicherheit.

Bald schon besuchte die heute 18-Jährige die Oberschule in Bad Gandersheim und entwickelte sich dort herausragend. Wer heute mit ihr spricht, mag kaum glauben. dass sie in so kurzer Zeit so gut die deutsche Sprache verinnerlichte, die sie neben Persisch und einem ebenso guten Englisch nun vorweisen kann. Jüngst ging ihre Schulzeit an der Oberschule zuende. Suyama erreichte nach der 9. Klasse des Hauptschulabschluss.
Doch ihr großer Fleiß, ihre guten schulischen Leistungen und der ständige Ehrgeiz, mehr zu erreichen ließen bei Klassenlehrerin Dinah Schäfer und Rektorin Antke Bredthauer noch andere Ideen reifen: Da lag ein Förderprogramm auf dem Tisch, das wie für Suyama zugeschnitten erschien. Die START-Stiftung lud ein, Bewerbungen für die nächste Förderperiode einzureichen. Die Oberschule schickte eine solche für Suyama nach Hannover.
Im Laufe des Februar wurde sie vorbereitet. Dazu gehörte ein Gespräch mit der Bewerberin und ein Beurteilungsschreiben der Schule, das dann von einer Gutachterin der Stiftung in Augenschein genommen wurde.
In diesem Schreiben wurden die Lebens- und Lernumstände der Schülerin beschrieben. Suyama war zunächst mit ihrem Vater allein in Deutschland, begann aber schnell, sich hier in die Schularbeit zu stürzen, obwohl sie auch noch für den Haushalt zu sorgen hatte. Nach Schulschluss habe sie an sieben Tagen der Woche Nachhilfe bekommen und eigene Aufarbeitung der Unterrichtsinhalte betrieben.
Lernbereitschaft, Ausdauer und Gemeinsinn wurden als vorbildlich ausgeprägt beschrieben. Kurzum, Suyama präsentierte sich als Schülerin, wie Lehrer sie sich eigentlich nicht besser wünschen können. Auch ihr sozialer Einsatz blieb nicht unerwähnt, sie half neu ankommenden Flüchtlingen, sich zurechtzufinden, in manchen Situationen konnte sie als Übersetzerin vermitteln, bei Problemen helfen oder Missverständnissen vorbeugen.
In der Zwischenzeit ist der Familiennachzug genehmigt
worden, die Mutter und jüngere Geschwister sind nun auch da, was für die Älteste aber wieder neue Herausforderungen mit sich bringt.
Als Muslima trug Suyama ein Kopftuch. Bei der Verabschiedung jüngst in der Oberschule auch noch, weil gerade Ramadan war. Sie habe aber ebenso bewusst entschieden, das Kopftuch danach abzulegen und es auch in der Schule so gehandhabt, um potenzielle Hemmungen der Mitschüler ihr gegenüber abzubauen, berichtet Antke Bredthauer.
Diese Offenheit betreffe aber nicht nur ihr Erscheinungsbild, sondern auch das Herangehen an Themen, die sie als Frau interessieren. Sie sei sehr froh, in Deutschland so viele Möglichkeiten zu haben und im Leben etwas er- reichen zu können, ohne jung verheiratet zu werden und nur Hausfrau und Mutter sein zu müssen.
Alles in allem das Bild einer starken jungen Frau, die neugierig auf die Welt und die Zukunft ist. Die erste Etappe auf diesem Wege hat sie nun mit dem Abschluss in der Oberschule gerade hinter sich gelassen, da wartet schon das nächste Abenteuer auf Sumaya: Sie wechselt zum Schuljahrsbeginn auf die BBS Einbeck in die Hauswirtschaftsklasse. Aufgrund ihrer schulischen Leistungen aber nicht in den ersten Jahrgang der zweijährigen Schule, sondern gleich in die H2.
Das sei schon aufregend, gesteht die 18-Jährige im Gespräch mit dem Kreisblatt. Wenige Tage nach der Verabschiedung in Bad Gandersheim gab es schon erste Termine in Einbeck zum Anmelden und Kennenlernen. Die Bierstadt erreicht Suyama ab dem neuen Schuljahr per Bus.
Doch zurück zur Bewerbung bei START: Die wurde Ende März eingereicht. Bis Ende Mai gab es eine Auswahlperiode. 150 Bewerbungen waren eingegangen, rund ein Dutzend Bewerber sollten daraus ausgewählt werden. Am Ende wurden es aufgrund der Vielzahl großartiger Leistungen sogar 27. Und eine darunter zur großen Freude aller, die in Bad Gan- dersheim die Daumen gedrückt hatten, war Suyama.
Für die frische BBS-Schülerin bedeutet das, fortan eine finanzielle Unterstützung von 1000 Euro je Schuljahr zu bekommen, die auch ein zweites Jahr fortgesetzt wird, wenn ihre Entwicklung so weitergeht wie bisher. Mit einem Laptop und Drucker soll sie medial in die Lage versetzt werden, heutigen Anforderungen an Vernetzung und mobiles Lernen zu entsprechen.
Doch damit nicht genug: Die Stipendiaten werden auch persönlich betreut und zu Seminaren eingeladen, um die gesellschaftliche Integration sowie ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Für die junge Frau ist das alles zusammen ein großer Glücksfall, der ihren bisherigen Einsatz belohnt.
Sumaya hat darüber hinaus Träume, die sie gern zu Zielen machen würde. Ihr Traumberuf ist, eine Lehre als Bankkauffrau antreten zu können. Ihre bisherigen Lernbegleiter sind sich sicher, dass sie alles daran setzen wird, diesen Traum eines Tages in Erfüllung gehen zu lassen.
Quelle: Gandersheimer Kreisblatt